Warum weniger oft mehr ist
Kaum ein Satz begleitet meine Arbeit so häufig wie dieser: „Ich tue doch schon so viel für meine Haut.“
Und tatsächlich begegnen mir immer wieder Menschen, die ihre Haut mit großer Sorgfalt pflegen. Sie verwenden hochwertige Produkte, probieren neue Empfehlungen aus und wünschen sich nichts mehr als ein ausgeglichenes, strahlendes Hautbild.
Doch oft liegt die Lösung nicht darin, noch mehr zu tun.
Oft beginnt Veränderung genau dort, wo wir lernen, weniger zu machen.
Denn unsere Haut besitzt eine erstaunliche Fähigkeit: Sie kann sich schützen, regenerieren und immer wieder neu ins Gleichgewicht bringen. Dafür braucht sie jedoch die Möglichkeit, ihre natürlichen Funktionen auszuführen.
Wird sie ständig mit neuen Produkten, Wirkstoffen oder wechselnden Pflegeroutinen konfrontiert, ist sie häufig damit beschäftigt, all diese Reize zu verarbeiten. Stattdessen sollte sie sich wieder auf ihre eigentlichen Aufgaben konzentrieren können.
Daher empfehle ich die tägliche Hautpflege ohne Reizüberflutung.
Wenn wir mit einer passenden Grundpflege arbeiten und der Haut die Unterstützung geben, die sie wirklich braucht, entsteht etwas sehr Wertvolles: Ruhe. Und genau aus dieser Ruhe heraus kann die Haut häufig wieder in ihre Balance finden.
Hautpflege endet jedoch nicht an der Hautoberfläche:
Auch unsere Ernährung, ausreichend Schlaf, Bewegung, der allgemeine Gesundheitszustand und der Umgang mit Stress spiegeln sich in unserer Haut wider. Hautbalance entsteht nicht durch eine einzelne Creme oder die eine perfekte Behandlung. Sie entwickelt sich vor allem aus dem, was wir Tag für Tag tun.
Vielleicht klingt das unspektakulär. Vielleicht sogar ein wenig langweilig, weil wir oft nach der einen Behandlung suchen, die alles verändert.
Doch genau darin liegt die Schönheit.
Es sind die kleinen, regelmäßigen Impulse, die langfristig etwas verändern.
Meine Behandlungen sind ein Teil dieser Impulse. Sie schenken der Haut achtsame Pflege, dem Nervensystem Ruhe und dem Menschen einen Moment des Ankommens.
Ein Puzzleteil, welches nicht zu unterschätzen ist.
Denn Hautbalance entsteht nicht durch Perfektion, sondern durch das Zusammenspiel vieler Faktoren, die uns guttun und uns wieder mit uns selbst verbinden.
Weniger ist dabei nicht Verzicht.
Weniger ist oft der Weg zurück zu dem, was unsere Haut von Natur aus kann.
Aber ACHTUNG: KEINE HAUTPFLEGE, IST AUCH KEINE LÖSUNG – Warum erzähle ich im nächsten Blogbeitrag!
Sie sind neugierig, was ich Ihnen raten würde?!
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- Anne‐Kathrin Courtois de Hurbal
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